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Schnittprinzip
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Das Schnittprinzip (englisch free-body principle, principle of intersectioncite-ref-2[1.1]) ist ein unbegrenzt anwendbarescite-ref-3[1.2] und grundlegendes Prinzip der Mechanik. Interessierende Körper werden gedanklich aus ihrer Umgebung herausgelöst oder freigeschnitten, wesentliche Wechselwirkungen mit der Umgebung definiert und die Körper so einer Analyse zugĂ€nglich gemacht. Die SchnittfĂŒhrung ist dabei weitgehend beliebig und kann der jeweiligen Aufgabenstellung angepasst werden.cite-ref-altenbach-4-0[2] Der Körper kann ein Festkörper, eine FlĂŒssigkeit, ein Gas oder ein System aus solchen sein.
abbh-c3-a4ngebr-c3-bcckeabbh-ngebr-cke
Die Abbildung zeigt ein Beispiel. Mittels des Schnitts A wird die HĂ€ngebrĂŒcke aus ihrer Umgebung heraus getrennt (a) und in ein mathematisches Modell ĂŒberfĂŒhrt ((b), wo die Streckenlast q die Gewichtskraft reprĂ€sentiert). Mit dem Schnitt B wird ein TeilstĂŒck bloĂgelegt und die an ihm wirkenden SchnittgröĂen H, S und V angetragen, um die Seillinie y {\displaystyle {\mathsf {y}}} herzuleiten (c), siehe Seilstatik.
Contents
âą Geschichte
âą Allgemeines
âą Lageplan
âą Siehe auch
âą Anmerkungen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geschichte
Das Schnittprinzip der Mechanik ist in seiner einfachsten Form die gedankliche Nachbildung des Bruchvorgangs beim Zugversuch, wie er schon bei Leonardo da Vinci und Galileo Galilei prÀformiert wurde.cite-ref-5[3]
Die Erkenntnis ĂŒber den Vorteil der Zerlegung wird Francis Bacon zugeschrieben, denn
âdas Prinzip der Zerlegung [âŠ] blieb den Alten ganz verborgen, erst der groĂe englische Naturphilosoph Bacon of Verulam sprach es um 1600 aus: âMan mĂŒsse die Natur zerschneiden.â Als Ganzes wĂ€ren uns fast alle Naturerscheinungen unverstĂ€ndlich, sie wĂ€ren so kompliziert und mannigfaltig, daĂ der Mensch bald jeden Versuch eines VerstĂ€ndnisses aufgeben mĂŒĂte.â
â
Georg Hamel
Nach dem BegrĂŒnder der theoretischen Physik
âlernen wir aus den Erscheinungen, dass die sich wechselseitig berĂŒhrenden Theile der Körper von einander getrennt werden können.â
â
Isaac Newton
Diese Erkenntnis schlug sich in Newtons Prinzip Actio und Reactio nieder. Zur Formulierung des zweiten Newtonâschen Gesetzes âKraft gleich Masse mal Beschleunigungâ war gleichfalls das Schnittprinzip notwendig.cite-ref-8[6]
Leonhard Euler entwickelte darauf aufbauend 1752 das Schnittprinzip, um ausgedehnte (auch deformierbare oder flĂŒssige) Körper behandeln zu können: Wird ein beliebiger Teil eines Körpers in Gedanken herausgeschnitten, befolgt er fĂŒr sich die newtonschen Gesetze der Mechanik, wobei die auf ihn wirkenden KrĂ€fte die sind, die der restliche Körper an den SchnittflĂ€chen auf ihn ausĂŒbt (zuzĂŒglich eventueller Ă€uĂerer KrĂ€fte wie Gewichtskraft etc.).cite-ref-9[7]
Augustin-Louis Cauchy wandte dieses Schnittprinzip erfolgreich auch auf mechanische Spannungen an, die ĂŒber die SchnittflĂ€chen verteilt sind. Entsprechend wird dieses Schnittprinzip auch als Spannungsprinzip von Euler-Cauchy bezeichnet.cite-ref-10[8]
Allgemeines
Die mechanischen Wechselwirkungen finden immer zwischen materiellen Körpern oder den Teilchen, aus denen sie bestehen, statt. DrĂŒckt z. B. ein Teilchen T1 auf ein anderes T2 mit einer Kraft F, so tritt die Kraft F gleichzeitig auch an T1 als Wirkung von T2 auf, und zwar als eine Druckkraft in Richtung des Teilchens T1.
â» â» T 1 â â F â â F â» â» T 2 {\displaystyle {\stackrel {T_{1}}{\square }}\,{\stackrel {F}{\leftarrow }}\quad {\stackrel {F}{\rightarrow }}\,{\stackrel {T_{2}}{\square }}}
Beide KrĂ€fte sind nach dem Prinzip âActio und Reactioâ immer entgegengesetzt gleich groĂ.
An einem gegen andere Massen abgegrenzten System von Massen sind zwei Arten von KrĂ€ften zu unterscheiden: Zum einen gibt es die inneren KrĂ€fte, die zwischen jeweils zwei zum System gehörenden Massen wirken und daher immer paarweise entgegengesetzt auftreten. Zum anderen gibt es die Ă€uĂeren KrĂ€fte, die zwischen jeder Systemmasse und einer sich auĂerhalb des Systems befindenden Masse wirken und die daher am System nur einmal auftreten. In der Summe heben sich die inneren KrĂ€fte immer paarweise aufcite-ref-11[9], so dass nur die Ă€uĂeren KrĂ€fte stehen bleiben.cite-ref-12[10]
Anwendung in der Kontinuumsmechanik
abbscheibe
Aus Sicht der Kontinuumsmechanik kann das gesamte Universum als ein Kontinuum mit mehr oder weniger festen Bestandteilen angesehen werden. Die daraus hervorgehenden Theorien sind jedoch formal aufwendig und werden fĂŒr die meisten, lokalen Untersuchungen nicht benötigt.cite-ref-bertram-13-0[11] Stattdessen werden materielle Körper im Allgemeinen mit Hilfe des Schnittprinzips eingefĂŒhrt.cite-ref-14[2.1] Aus dem Kontinuum wird durch Vorgabe einer Begrenzung der Körper herausgeschnitten, wodurch das Kontinuum in den Körper und seine Umgebung zerlegt wird. Die Begrenzung ist weitestgehend beliebig und kann der jeweiligen Aufgabenstellung angepasst werden.
Die inneren und Ă€uĂeren Wechselwirkungen sind im Kontinuum immer flĂ€chig oder rĂ€umlich verteilt und werden, falls nötig, ĂŒber entsprechende Gebiete zu Resultierenden integriert.
Es können auch â wie in der Abbildung rechts â (infinitesimal) kleine Teilkörper herausgelöst werden, um Bewegungsgleichungen der materiellen Punkte des Körpers herzuleiten, siehe beispielsweise Seilstatik und Cauchy-Eulersche Bewegungsgesetze. Insbesondere das Cauchyâsche Fundamentaltheorem zeigt die unbegrenzte Anwendbarkeit des Schnittprinzips in der Kontinuumsmechanik.cite-ref-3-1[1.2]
Anwendung in der Technik
In der technischen Mechanik und Baustatik interessieren beim Freischneiden vor allem die Beanspruchungen an einer Stelle in einem Bauteil oder in einem System aus Bauteilen, die den an dieser Stelle anzubringenden Schnittreaktionen entsprechen.
Lageplan
abblageplan
Ein Lageplan (siehe Abbildung) zeigt die rĂ€umliche Anordnung des betrachteten Körpers oder Systems. In ihm wird die SchnittfĂŒhrung eingezeichnet und gekennzeichnet.
Die gedanklichen Schnitte in dieser Abbildung trennen die betrachteten Körper von ihrer Umgebung (das Seil vom Mann und vom Fass und das Fass vom Seil und der Rampe). Die Trennlinie umfasst die gesamte weggeschnittene Umgebung (geschlossene Linie), die nicht immer vollstĂ€ndig eingezeichnet wird (durch die Luft fĂŒhrende Schnitte werden oft weggelassen).cite-ref-15[Anmerkung 1]
Freikörperbild, Schnittreaktionen
abbfreik-c3-b6rperabbfreik-rper
Der Lageplan wird zum sogenannten Freikörperbild abstrahiert. Vom freigeschnittenen Körper genĂŒgt die symbolische Darstellung der Schnittstelle (SchnittflĂ€che). Von der weggeschnittenen Umgebung bleibt nur das fĂŒr die Ermittlung der von ihr ausgehenden Schnittreaktionen unbedingt nötige GegenstĂ€ndliche in Andeutung ĂŒbrig (Fass, RampenoberflĂ€che und RĂŒckhalteseil aus dem Lageplan).
Mit Hilfe des Freikörperbildes ist die Ermittlung der Schnittreaktionen möglich (die SeilkrÀfte F und R sowie die Normalkraft N).
Im Allgemeinen ist zu beachten:
âą Fest verbundene StĂ€be, Balken und andere feste Körper ĂŒbertragen KrĂ€fte und Momente.
âą Seile, Ketten, Treibriemen und Ă€hnliche biegeschlaffe Strukturen ĂŒbertragen nur ZugkrĂ€fte in Seilrichtung. Durch Rollen werden solche SeilkrĂ€fte umgelenkt, bei Reibungsfreiheit Ă€ndert sich dabei ihr Betrag nicht.
âą Ein Pendelstab, der an beiden Enden gelenkig gelagert ist, ĂŒbertrĂ€gt nur Zug- und DruckkrĂ€fte entlang seiner Achse.
âą Gelenke ĂŒbertragen â je nach Typ â einige KrĂ€fte und Momente nicht. Andere KrĂ€fte und Momente können aber â je nach Typ â ĂŒbertragen werden.
⹠KontaktkrÀfte an glatten, reibungsfreien FlÀchen wirken immer senkrecht zu den FlÀchen.
âą Genauso ĂŒben FlĂŒssigkeiten und Gase ihren statischen Druck immer senkrecht zu den benetzten FlĂ€chen aus.
⹠ReibkrÀfte wirken immer tangential zur KontaktflÀche entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Körpers, an dem sie angreifen.
Zur Orientierung erhÀlt die Zeichnung ein Koordinatensystem. In den verschiedenen Disziplinen (Baustatik, Maschinenbau, Punktmechanik) gibt es unterschiedliche Arten der Darstellung und Interpretation der Zeichen in den Skizzen.
Abbildung der Körper
abbpunktmasse
Das Freikörperbild ist eine Prinzipskizze, bei der es auf maĂstabgerechte Darstellung nicht ankommt. Die einzelnen Körper werden skizziert, wobei Arme und SĂ€ulen durchaus zu Linien reduziert und ausgedehnte Körper â wie in der Abbildung rechts â auf Punkte zusammengezogen werden. Bei komplexen Bauteilen mit vielen Teilkörpern Ă€hnelt ein Freikörperbild einer Explosionszeichnung, und es ist eine Sache der Geschicklichkeit, das Freikörperbild ĂŒbersichtlich zu gestalten.
Abbildung der KrÀfte und Momente
abbfmq
KrĂ€fte werden als Pfeile, Streckenlasten als miteinander verbundene Pfeile und Momente als Doppelpfeile oder als um eine Drehachse gebogene einfache Pfeile dargestellt, siehe Abbildung rechts. Weil die relative Position der Kraftangriffspunkte und die Wirkungslinien der KrĂ€fte fĂŒr ein KrĂ€ftesystem von Belang sind, mĂŒssen die Angriffspunkte und ihre relativen Positionen aus dem Freikörperbild ersichtlich sein. Beim Eintrag der KrĂ€fte muss bedacht werden, ob nur ermittelt werden soll, ob der Körper im Gleichgewicht ist, ob die Körper deformierbar sind oder als starr angenommen werden dĂŒrfen. Bei letzteren und allgemein bei Gleichgewichtsfragen dĂŒrfen Momente frei und KrĂ€fte entlang ihrer Wirkungslinien verschoben werden. Bei der Ermittlung von Beanspruchungen und Deformationen dĂŒrfen die Kraftangriffspunkte nicht verlegt werden.
Nicht Darzustellendes
Das Freikörperbild ist nur eine von mehreren Zeichnungen, die fĂŒr die Lösung mechanischer Systeme erstellt werden.
Die folgenden Merkmale von Systemen sollen in ihren Freikörperbildern ausdrĂŒcklich nicht vorkommen:
âą nicht zum betrachteten System gehörende, insbesondere âweggeschnitteneâ Körper (Die von ihnen ausgeĂŒbten KrĂ€fte sind bereits eingetragen. Es besteht die Gefahr, KrĂ€fte doppelt zu berĂŒcksichtigen.),
⹠Neben-, Rand- und andere Zwangsbedingungen sowie Lager (stattdessen sind die entsprechenden ZwangskrÀfte einzutragen),
âą KrĂ€fte und Momente, die der Körper auf seine Umgebung ausĂŒbt (Weil diese KrĂ€fte und Momente nach dem Prinzip Actio und Reaction entgegengesetzt gleich groĂ sind zu denen, die auf den Körper ausgeĂŒbt werden, wĂŒrden sich alle KrĂ€fte und Momente auslöschen. Es gĂ€be keine eingeprĂ€gten KrĂ€fte mehr.),
âą innere KrĂ€fte und Momente (Diese treten nur an SchnittflĂ€chen auf. Im Körper eingetragene innere KrĂ€fte lassen befĂŒrchten, dass sie als eingeprĂ€gte KrĂ€fte missverstanden werden.).
Diese auszuschlieĂenden Details können bei Bedarf in anderen, ergĂ€nzenden Zeichnungen dargestellt werden.
Konkrete Abbildungen
Bisweilen werden Belastungen, Lagerreaktionen, Beanspruchungen und auch Schnittreaktionen vereinfachend in konkretere Abbildungen (etwa in technische Funktionsprinzipdarstellungen) eingetragen, wie die Bilder unten zeigen. Der Ăberblick geht dabei gegenĂŒber LageplĂ€nen und insbesondere Freikörperbildern leicht verloren.
In diesen Bildern tritt die Gefahr auf, dass manche KrĂ€fte bei Anwendung des Schnittprinzips als eingeprĂ€gte KrĂ€fte doppelt berĂŒcksichtigt werden, beispielsweise die Lagerreaktionen im linken Bild, die SeilkrĂ€fte im mittleren und die AuftriebskrĂ€fte im rechten Bild.
Siehe auch
Anmerkungen
cite-note-15Anmerkung 1. â Bereits freigeschnittene Körper nochmals zu schneiden, birgt die Gefahr, dass leicht Fehler auftreten können, insbesondere dann, wenn im Freikörperbild schon vereinfachende Annahmen eingeflossen sind.
cite-note-161. Die LĂ€nge des Seils braucht nicht maĂstabsgerecht dargestellt zu sein und ist es hier auch nicht.
Literatur
⹠Bruno Assmann, Peter Selke: Technische Mechanik. 18. Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2006, ISBN 3-486-58010-8, S. 99 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
âą Alfred Böge: Technologie / Technik â fĂŒr Fachgymnasien und Fachoberschulen. 5. Auflage. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1988, ISBN 978-3-528-44075-6, S. 5 f. (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
⹠Dietmar Gross, Werner Hauger, Jörg Schröder, Wolfgang A. Wall: Technische Mechanik. Band 3: Kinetik. Springer DE, 2008, ISBN 978-3-540-68422-0, S. 191 f. (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Weblinks
Commons
: Freikörperbilder
â Sammlung von Bildern
Einzelnachweise
2. P. Haupt: Continuum Mechanics and Theory of Materials. Springer, 2002, ISBN 978-3-642-07718-0 (englisch).
cite-note-altenbach-42. â H. Altenbach: Kontinuumsmechanik. EinfĂŒhrung in die materialunabhĂ€ngigen und materialabhĂ€ngigen Gleichungen. Springer, 2012, ISBN 3-642-24119-0, S. 71.
cite-note-53. â Karl-Eugen Kurrer: The History of the Theory of Structures. Searching for Equilibrium. Ernst & Sohn, Berlin, ISBN 978-3-433-03229-9, S. 378 f.
cite-note-63. Georg Hamel: Elementare Mechanik. Ein Lehrbuch. Teubner, Leipzig / Berlin 1912, DNB 580933865, S. 5 (archive.org).
cite-note-74. Mathematische Principien der Naturlehre (Die Wolfers-Ăbersetzung). 1872, S. 388; Volltext (Wikisource)
cite-note-86. â IstvĂĄn SzabĂł: Geschichte der mechanischen Prinzipien. Springer, 2013, ISBN 978-3-0348-5301-9 (EingeschrĂ€nkte Vorschau S. 248 und S. 20 in der Google-Buchsuche [abgerufen am 3. Februar 2022]).
cite-note-97. â Otto Bruns, Theodor Lehmann: Elemente der Mechanik I: EinfĂŒhrung, Statik. Vieweg, Braunschweig 1993, S. 92 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 3. Februar 2022]).
cite-note-108. â Hans Georg Hahn: ElastizitĂ€tstheorie. Grundlagen der linearen Theorie und Anwendungen auf eindimensionale, ebene und rĂ€umliche Probleme (= LeitfĂ€den der Angewandten Mathematik und Mechanik; 62). Teubner, Stuttgart 1985, DNB 850225965, S. 16 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. Dezember 2016]).
cite-note-119. â Diese Aussage hat in der Mechanik den Stellenwert eines Axioms: In der Punktmechanik wirken innere KrĂ€fte nach dem dritten Newtonâschen Axiom immer paarweise entgegengesetzt und innere Drehmomente treten nicht auf, weil Massenpunkte nur ZentralkrĂ€fte aufnehmen können. In der Kontinuumsmechanik muss dem Boltzmann-Axiom zufolge jedes Volumenelement im statischen Gleichgewicht sein, sodass die resultierenden inneren KrĂ€fte und Momente am Volumenelement null ergeben.
cite-note-1210. â H. Oertel (Hrsg.): Prandtl-FĂŒhrer durch die Strömungslehre. Grundlagen und PhĂ€nomene. 13. Auflage. Springer Vieweg, 2012, ISBN 978-3-8348-1918-5, S. 15.
cite-note-bertram-1311. â H. Bertram: Axiomatische EinfĂŒhrung in die Kontinuumsmechanik. Wissenschaftsverlag, 1989, ISBN 3-411-14031-3, S. 67 f.